Gut Ding will Weile haben.

Was gut werden soll, braucht Zeit; ein gutes Ergebnis kommt nicht von jetzt auf gleich; viele Dinge müssen reifen, um gut zu werden. 

Herkunft

Das Sprichwort formuliert eine alte Volksweisheit und ist seit dem 17. Jahrhundert in der Literatur belegt.

Erläuterungen

Das Sprichwort enthält eine Lebensweisheit. Viele Dinge brauchen Zeit und Muße, um zur Vollendung zu gelangen.

In seinem »abenteuerlichen Simplicissimus Teutsch« dichtete Grimmelshausen bereits 1669: »Gut Ding will Weile haben und vortreffliche Sachen werden ohne große Mühe und Arbeit nicht erworben«. Demnach spielen auch Fleiß und Mühe eine wichtige Rolle beim Erreichen eines Zieles.

Johann Wolfgang von Goethe zitiert das Sprichwort in seinem Werk »Wilhelm Meisters Wanderjahre« (1821). Dort geht es um unterschiedliche Gesteine, die Hinweise auf die Entstehung der Erde geben.

Beispiele und Zitate

  • »Ist denn die Welt nicht auf einmal gemacht?« fragte Felix. – »Schwerlich«, versetzte Montan; »gut Ding will Weile haben

    Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1. Buch, 3. Kapitel
  • Aber auch im Zuchtperlengeschäft lautet das Credo: Gut Ding will Weile haben. So stellten die Wissenschaftler fest: Je länger die Züchtungszeit, desto größer wird die Perle.

  • Gut Ding will Weile haben, weiß der Volksmund. Hier aber ist der Weile schon genug, und gut Ding ist nicht zu erkennen.

Übersetzung in andere Sprachen

  • Good things come to those who wait.
    Englisch

Themen und Schlagwörter

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 4. Februar 2021.