Bis in die Puppen

Sehr lange; über das normale Zeitmaß hinaus. Umgangssprachlich.

Wenn man bis in die Puppen tanzt oder feiert, endet das Fest erst in den Morgenstunden. Erschöpft von der nächtlichen Aktivität wird man dann bis in die Puppen schlafen, also erst am Mittag aus dem Bett kommen.

Ihren Ursprung hat die Wendung bis in die Puppen wohl in Berlin. Wer bis zu den Puppen bzw. bis in die Puppen gelaufen ist – damit waren die Statuen im Berliner Tiergarten gemeint –, war recht lange unterwegs.

Was lange währt, wird endlich gut.

Das Ergebnis war die Mühe wert. Das Sprichwort wird verwendet, wenn nach langer Zeit ein vorzeigbares Ergebnis zu sehen ist. Dann hat sich der Aufwand gelohnt und das Resultat ist gut.

Gut Ding will Weile haben.

Was gut werden soll, braucht Zeit. Ein gutes Ergebnis kommt nicht von jetzt auf gleich. Viele Dinge müssen reifen, um gut zu werden. Sprichwort.

Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Das Sprichwort ermuntert zu Geduld und zum Durchhalten bei schwierigen Aufgaben.

Rom galt in der Antike als Zentrum der Welt. Über Jahrhunderte entstanden dort prächtige Bauwerke, und jeder Herrscher sah es als seine Pflicht an, die Stadt noch schöner und herausragender zu machen. Ebenso wie es viele Jahre brauchte, um eine Stadt wie Rom zu erbauen, so erfordern auch viele Unternehmungen im täglichen Leben Zeit und Geduld, wenn sie besonders gut und erfolgreich werden sollen.