Alle Wasser laufen ins Meer.

Alles hat seine vorgegebene Ordnung, die sich ständig wiederholt. Der Mensch kann sich nicht gegen den Lauf der Welt stemmen.

Herkunft

Das Zitat stammt aus der Bibel, Altes Testament, Prediger Salomo (Kohelet) 1,7.

Erläuterungen

Um das Zitat besser zu verstehen, ist es hilfreich, sich den Zusammenhang anzuschauen, in dem es steht. Der ganze Vers lautet: Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie her fließen, fließen sie wieder hin.

Bäche und Flüsse fließen ins Meer. Über dem Meer verdunstet das Wasser und bildet Wolken. Diese regnen woanders ab. Tropfen sammeln sich zu Bächen und Flüssen, die ins Meer laufen. Ein ewiger Kreislauf: Nichts Neues unter der Sonne.

In dem gesamten Bibelabschnitt geht es um die Vergeblichkeit aller menschlichen Bemühungen. Der Lauf der Welt ist vorgegeben. Er folgt einem ewigen Gesetz. Alles, was geschieht, ist in einen sich ständig wiederholenden Kreislauf eingebunden. Demnach kann auch der Mensch seiner Bestimmung, seinem Schicksal nicht entkommen.

Beispiele und Zitate

  • Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie her fließen, fließen sie wieder hin.

    Die Bibel, Prediger Salomo (Kohelet) 1,7 (Luther-Übersetzung 1912)

Varianten

  • Alle Wasser laufen ins Meer.
  • Alle Wasser fließen ins Meer.
Letzte Aktualisierung dieser Seite am 5. Februar 2021.