Ein Teil von jener Kraft, / die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Etwas, das in böser Absicht geschieht, kann zu etwas Gutem führen.

Herkunft

Der Ausspruch ist ein Zitat aus dem Drama »Faust I« von Johann Wolfgang von Goethe.

Erläuterungen

Im Prolog zu »Faust I« schließt Mephistopheles eine Wette mit Gott: Es werde ihm gelingen, Dr. Faust auf Abwege zu führen.

Doch Gott ist nur scheinbar Mephistos Gegenspieler. Tatsächlich ist Mephisto selbst ein Teil von dessen Schöpfung und damit eingebunden in seinen Plan.

Mephistos Element ist das Böse. Im ewigen Wechsel von Erschaffen und Zerstören kommt ihm die Rolle des Zerstörers zu. Sein Wirken ist also unverzichtbar für das große Ganze, für das Aufgehen des göttlichen Plans.

Folglich bezeichnet Mephisto sich selbst gegenüber Faust als »ein Teil von jener Kraft, / die stets das Böse will und stets das Gute schafft«. (Szene im Studierzimmer, V. 1335–1336)

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 16. Februar 2021.