Auf einen grünen Zweig kommen

Wirtschaftlichen Erfolg haben; es finanziell zu etwas bringen.

Erläuterungen

Die Farbe Grün sowie der grüne Zweig in dieser Redewendung stehen in ihrem ursprünglichen Sinn für das Wachsende und für Fruchtbarkeit. Das Bild wird auf das Wirtschaftsleben übertragen.

Im Frühling treiben die Bäume aus. Besagter grüner Zweig steht für den jungen Trieb eines Baumes. Er wird Blüten entwickeln und Früchte tragen. Hat ein Baum jedoch Schäden im Wurzelwerk oder ist sogar bereits tot, kann er nicht austreiben.

Wesentlich häufiger tritt auch die Wendung in der Verneinung auf. Von finanziell erfolglosen Menschen heißt es, dass sie auf keinen grünen Zweig kommen.

Quellen und weiterführende Literatur:

  • Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Redensarten: Herkunft und Bedeutung, Mannheim, Dudenverl. 2007.

Beispiele und Zitate

  • Wer wo anders nicht weiter konnte, glaubt als Reklameunternehmer oder -Vertreter doch noch auf einen grünen Zweig zu kommen.

    Reklame-Praxis, 1926, Nr. 1, Bd. 3
  • Die meisten Kreditnehmer kommen – vorübergehend – immer wieder auf den grünen Zweig.

    Der Tagesspiegel, 22.12.2001
  • Er selber stammte aus einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb, der wegen zahlreicher Esser auch nie auf einen grünen Zweig gekommen war.

    Beate Schücking, Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 37
  • In der Zwischenzeit wird ohne Ziel, doch auf Widerruf gewerkelt, wie immer schon, doch kraft- und erfolglos, man verzettelt sich, kommt auf keinen grünen Zweig.

    Die Zeit, 04.03.1988, Nr. 10
  • Da wegen des harten Wettbewerbs am Kreditmarkt mit öffentlichen Schulden schon lange nichts mehr zu verdienen sei, versuchten die Banken durch Zockerei am Zinsmarkt auf einen grünen Zweig zu kommen.

    Die Zeit, 29.04.1998, Nr. 19

Varianten

  • Auf einen grünen Zweig kommen
  • Auf den grünen Zweig kommen
  • Auf keinen grünen Zweig kommen

Themen und Schlagwörter

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 9. Februar 2021.