Fünfe gerade sein lassen

Etwas nicht so genau nehmen; etwas durchgehen lassen.

Wer die (eigentlich ungerade) Zahl Fünf zeitweise eine gerade Zahl sein lässt, akzeptiert, dass etwas nicht perfekt und eigentlich nicht richtig ist.

Eine andere etymologische Erklärung bezieht sich darauf, dass man sich ausruht, indem man alle Finger seiner Hand gerade lässt.

Umgangssprachliche Wendung.



Beispiele und Zitate:

»Man muss manchmal Fünf gerade sein lassen.«
»Er kämpft: immer und überall, vor der Fernsehkamera, in der Landtagsfraktion, in der Staatskanzlei, auch am Rednerpult. Er kann nur schlecht entspannen, nicht fünfe gerade sein lassen.«
»Es wurde der Eindruck verstärkt, die FDP sei zerstritten, was Wähler ohnehin nicht mögen, sogar gespalten in wahre Ordnungspolitiker vom Schlage des ›Rettungsrebellen‹ Frank Schäffler und rückgratlose Opportunisten, die um der Regierungsbeteiligung willen in der Marktwirtschaft auch einmal Fünfe gerade sein lassen.«
»Heynckes haftet eine natürliche Autorität an, ohne dass die Grenze zur Arroganz berührt wird. ›Ein Trainer muss Position beziehen und klare Direktiven geben, er muss konsequent handeln, aber auch mal Fünfe gerade sein lassen.‹ So beschreibt er die Grundlagen seiner Arbeit.«
»Da muss man schon die Augen zudrücken und Fünfe gerade sein lassen, denn das steht nicht zu ändern.«

Varianten:

  • Fünf(e) gerade sein lassen
  • Fünf(e) gerade stehen lassen
  • Alle Fünf(e) gerade sein lassen
  • Fünf(e) eine gerade Zahl sein lassen

Englische Übersetzung:

let something pass

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