Klatsch und Tratsch

Gerüchte; Geschichten über andere Leute. Umgangssprachlich, teils abwertend.

Beim Klatsch werden Informationen über Dritte ausgetauscht. Dies sind meistens Banalitäten, es können aber auch nur Gerüchte sein; nicht die Inhalte, sondern der Austausch darüber stehen im Vordergrund. Klatsch ist also eine Art Gesellschaftsspiel. Dagegen bezeichnet man mit Tratsch schwatzhaftes Reden, eine ziel- und sinnlose Plauderei.

Die Fügung wird oft abwertend benutzt, zum Beispiel in der Bezeichnung Klatsch- und Tratsch-Weiber. Klatsch und Tratsch über Prominente und Stars ist dagegen »gesellschaftsfähig«, und die Bezeichnung »Klatsch und Tratsch« ist in diesem Zusammenhang freundlich-ironisierend gemeint.



Beispiele und Zitate:

»Klatsch und Tratsch gehören zum Büroalltag wie das tägliche Lamentieren über die Qualität der Kantine. Meistens geht es dabei um Veränderungen im Unternehmen, Kündigungen, Beförderungen oder Kollegen und Vorgesetzte.«
»Beim frühzeitigen Erkennen von gefährlichen Epidemien setzen Mediziner der Weltgesundheitsorganisation WHO verstärkt auf Klatsch und Tratsch im Netz. Die Gerüchteküche im Web arbeitete etwa beim Ausbruch der Vogelgrippe zuverlässiger als manch staatliche Informationsquelle.«
»Sie haben keinen guten Ruf – doch ohne Klatsch und Tratsch funktioniert keine Gesellschaft. Durch Gespräche über nicht anwesende Personen warnen wir uns gegenseitig vor unredlichen Mitmenschen und stärken die Hilfsbereitschaft.«
»Klatsch und Tratsch sind erlaubt. Aber es gibt Grenzen. […] Klatsch wird für die Beschäftigten vor allem gefährlich, wenn Unternehmensinterna nach draußen getragen werden oder wenn die Gerüchte dazu geeignet sind, den Betriebsfrieden zu stören.«
»Aktiven Klatsch und Tratsch sollten Sie vermeiden - aber es geht nichts über eine gute Recherche darüber, was im Büro gerade passiert, wo eine interessante Stelle frei wird und was es mit dem neuen Verkaufsleiter auf sich hat.«

Englische Übersetzung:

  • gossip
  • tittle-tattle

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