Ein Bauernopfer bringen

Jemanden opfern, um eine andere ›wichtigere‹ Person vor Schaden zu bewahren; jemanden preisgeben um eines höheren Zieles wegen; strategisch handeln und einen Schwachen zugunsten eines Stärkeren aufgeben.

Die Redensart kommt aus dem Schachspiel, wo die Bauern die am wenigsten wertvollen Figuren sind. Sie wird vor allem in der Politik verwendet oder in Bereichen, wo strategische Entscheidungen gefällt werden, zum Beispiel auch im Personalwesen eines Unternehmens.



Beispiele und Zitate:

»Um seine eigene Position behalten zu können, brachte Herr B. ein Bauernopfer.«
»Vielmehr scheint es, als sei er ein weiteres Bauernopfer, dass Syriens Staatschef Baschar al-Assad zu bringen bereit ist, um seine Beziehungen zum Westen zu verbessern.«
»Wenige Wochen vor der Wahl schien es da nur konsequent, gleich ein zweites, schon länger fälliges Bauernopfer zu bringen: die Justizsenatorin Leithäuser, deren beharrlich verfolgtes Konzept eines liberalen Strafvollzuges genügend Angriffsflächen bot.«