Am seidenen Faden hängen

Sehr ungewiss sein; gefährdet sein; bedroht sein.

Die Redewendung beschreibt eine gefahrvolle Situation mit ungewissem Ausgang. Wenn – bildlich gesprochen – der Faden reißt, tritt das befürchtete Ereignis ein.

In der griechischen und römischen Mythologie wurde von den Schicksalsgöttinnen, den Moiren oder Parzen, für jeden Menschen ein Lebensfaden gesponnen, der unterschiedlich lang und verschieden dick war, schlimmstenfalls war der Lebensfaden aus Seide und damit wenig belastbar.



Beispiele und Zitate:

»Ich kann Ihnen sagen, es hing mehrmals am seidenen Faden. Beinahe wäre es nie zu der Filmfinanzierungsbank gekommen.«
»Sein Schicksal hing am seidenen Faden. Tileman hat der Versuchung widerstanden, sich des Sohnes wegen mit uns in eine Verhandlung einzulassen.«
Ernst Wichert: Der Bürgermeister von Thorn, 19. Jh.

Varianten:

  • Am seidenen Faden hängen
  • An einem dünnen Faden hängen

Englische Übersetzung:

hang by a single thread

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